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Den Mond fotografieren

unter erschwerten Bedingungen, bei Mondfinsternis. 

Fortsetzung von meinem Beitrag gestern Nacht!

Die Nacht war aufgrund der Bildausbeute leider nicht so erfolgreich, wie ich mir das erhofft hatte. Sie sind zwar nicht wirklich schlecht, aber aufgrund meiner wohl etwas zu hoch gesteckten Erwartungen, sind die Ergebnisse recht enttäuschend. 
Insgesamt betrachtet, bin ich aber trotzdem ganz zufrieden, weil ich für spätere Versuche wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen gewinnen konnte. An diesen möchte ich die interessierten unter Euch teilhaben lassen.
Das war schon eine nervige Angelegenheit. Ein Rückblick!

Versuchsaufbau von Kamera und TeleskopGegen 20.15 Uhr war alles vorbereitet und funktionierte. Ab 20.30 Uhr saß ich dann am offenen Schlafzimmerfenster. Das Teleskop war grob auf den Horizont dorthin, wo ich den Mondaufgang erwartete.  Mondaufgang laut Internet 2040. 

Mir war völlig klar, das der Mond erst später zu sehen sein würde, wir wohnen im Tal, dort wo er auftauchen sollte, ist ein bewaldeter Berg, das würde also ein wenig dauern. wenn ich gewußt hätte wie lange, wäre ich ins Bett gegangen! 

Gegen 21.00 Uhr wurde Anja es leid, sie stieg ins Auto und fuhr hoch auf den Sportplatz, der oben auf dem Berg liegt. Sie hoffte von dort mehr zu sehen. War aber nichts, auch dort warnichts zu sehen.
Schauten wir in die falsche Richtung? Bestimmt nicht, jedenfalls in der heutigen Konstellation der Mondfinsternis war ja klar, der Mond musste der Sonne gegenüber stehen und deren Standort war deutlich, wenn auch hinter dem Horizont, zu erkennen!
Nochmals im Internet gesucht, Mondaufgang 20.40 Uhr! Es war mittlerweile 21.30Uhr geworden.
Ein Gedanke, gestern war der Mond doch auch dort hinten aufgegangen, allerdings so gegen 22.10 Uhr. Als wir ins Bett gingen, haben wir ihn noch gesehen. Anja verliert die Geduld, fährt nochmals zum Sportplatz.
Ich suche immer noch im Internet., vertreibe mir die Zeit. Im Radio immer wieder frustrierte Anrufer, die wegen Wolken das Schauspiel nicht sehen konnten.  Wolken hatten wir auch genug, aber dahinter konnte der Mond nicht sein, man sah hin und wieder Sterne hindurchschimmern!

Mir geht ein Licht auf. Es war am Vortag etwa 22.10 Uhr als der Mond aufging. Mir fiel ein, dass sich der Mondaufgang jeden Tag nach hinten verschiebt. Wie viel, wusste ich zwar nicht, aber wenn er am Vortag um 22.10 Uhr aufgegangen war, so konnte er um 22.05 Uhr noch nicht sichtbar werden. 
Da wir wussten, dass und wann der Mond am Dienstag aufgegangen war, so könnte ich mir ausrechnen, wann er heute in etwa sichtbar werden müßte. Dazu müßte ich herausfinden wann der Mond gestern hätte aufgehen sollen und wann er tatsächlich für uns sichtbar wurde. Letzteres wusste ich, das erstere wußte das Internet für mich! Die Rechnung war einfach! Doch das Ergebnis verblüfft mich! Das der Mond am Vortag so viel früher aufgehen sollte als heute hätte ich nicht erwartet – 19.40 Uhr, eine Stunde früher! Das würde bedeuten, dass der Mond sich nicht vor 23.10 Uhr zeigen würde! 
Und genau das tat er dann tatsächlich auch genau so. 



Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 17. Juni 2011 um 10:58 Uhr  

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