Das APS-Format
Neben der Besonderheit, dass der APS-Film immer in seiner Patrone bleibt, gibt es weitere.
Die Patrone zeigt Dir an, ob der Film unbelichtet, belichtet oder entwickelt ist. Du benötigst, sofern Du sie nicht einfach in einen Karton wirfst, ein spezielles Ablagesystem.
- High-Definition-Format (H) mit dem Seitenverhältnis 16:9,
- Classic-Format (C) mit 3:2 (Seitenverhältnis KB-Film)
- Panorama-Format (P) mit dem Verhältnis von 3:1.
Aber, egal was Du einstellst, der Film wird immer im H-Format belichtet! Die entsprechenden Bereiche am Rand des Bilders werden bloß im Sucher und bei späteren Papierabzügen ausgeblendet! Unter anderem dafür braucht der Film die Datenspur. Mit ihr wird dem Labor mitgeteilt, in welchem Format das Bild ausbelichtet werden soll.
Ein Panorama ist hier nichts anderes als eine Ausschnittvergrößerung, wie Du sie analog, aber auch digital von jedem Bild machen kannst - einfach oben und/oder unten etwas abschneiden
.
Mit den für die APS-Filme modernisierten Labormaschinen kam der Index-Print auf den Markt und wurde in vielen Laboren Standart auch für KB-Filme.
Durch das kleine Filmformat wurden erstmals wirklich kleine und leichte Kameras möglich: Typische APS-Kompaktkameras wie die sehr beliebte Canon IXUS II wiegen unter 200 Gramm.
Entgegen den Aussagen seiner Entwickler liegt das APS-Format heute weit hinter dem KB-Format zurück, und ist nur noch in stark begrenztem Umfang erhältlich.
Einer der Gründe dafür war sicherlich die Einführung dieses Systems zum Ende der "analogen Ära". Erste digitale Kameras waren bereits verfügbar, deren Entwicklung und Verbesserung vollzog sich für Jeden erkennbar, rasend schnell. Mit der digitalen Bildtechnik rückten noch kleinere, leichtere und noch bequemer zu bedienende Kamera in greifbare Nähe.
Außerdem ist die Qualität der APS-Fotos im Vergleich zum analogen KB-Format zu schlecht. Alle die weiterhin auf analog setzten wollten um qualitativ hochwertige Bilder zu machen, konnten nicht auf APS einsteigen.
Trotzdem wird das APS-Format sicherlich noch lange in "fast" aller Munde sein, denn es taucht als digitales Sensorformat häufig auf, häufiger als zu seiner analogen Einführung
.
So verwendet Canon die Bezeichnung APS-C für seine Sensoren mit Formatfaktor 1,6 und einer Sensorgröße von 22,5 × 15,0 mm. Bei dieser Sensorgröße ist das Seitenverhältnis mit 3:2 so groß wie das des analogen APS-Classic Formats.
Außer Canon verwendet derzeit auch Sony die Bezeichnung APS-C für seine Sensoren.
Das nächste interessante Filmformat ist das Kleinbild-Format.



