Polarisationsfilter (Polfilter)
werden eingesetzt um Reflexionen auf glänzenden oder spiegelnden (nicht aber metallischen!) Oberflächen zu entfernen, welche durch Polarisation des reflektierten Lichtes entstehen. Polfilter machen je nach Winkel und Einstellung Wasser oder Fenster durchsichtig, erhöhen die Farbsättigung und können daher das Blau des Himmels abdunkeln (ohne andere Farben zu verändern!). Gerade bei Schwarz-Weißaufnahmen kann man dann in dem sonst häufig grauen Himmel wieder Wolken erkennen, welche ohne Polfilter einfach weg gewesen wären. Polfilter besteht meist aus zwei Ringen, die gegeneinander drehbar sind, um die Wirkung variieren.
Bei SLR´s mit TTL-Messung sollte immer ein zirkularer Polfilter verwendet werden, da lineare bei TTL-Messung zu falschen Messwerten (Überbelichtung) führen können. Ich muss zugeben, ich habe noch nie wirklich ausprobiert ob das tatsächlich so stimmt, bei der EOS 600 ist mir das nie aufgefallen, dass diese eine Problem mit unserem linearen Polfilter hätte, ich verwenden den Filter bisher zu selten.
Die Wirkung des Polfilters ist sehr stark von der Lichtrichtung abhängig - der stärkste Effekt wird im Winkel von 90° zur Lichtrichtung erzielt, im Gegenlicht ist er so gut wie wirkungslos. Je größer der Bildwinkel bzw. je kleiner die verwendete Brennweite ausfällt, desto stärker unterscheidet sich die Lichtrichtung im Bild - desto ungleichmäßiger ist die Wirkung. Diese ist gerade bei Weitwinkelobjektiven aufgrund ihres breiten Bildwinkels eigentlich immer ein Problem und daher zu beachten. Bei schmaleren Bildwinkeln, z.B. Teleobjektiven ist die Gefahr geringer, aber je nach Blickrichtung immernoch vorhanden.
Die letzte Art der Universalfilter, mit denen wir uns hier beschäftigen wollen, sind die Neutraldichte- oder auch Graufilter.



