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Start Kapitel Vier Kontrast und Auflösung

Kontrast und Auflösung

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Kontrast und Auflösung/Schärfe

Grafik mit verschiedenen, unterschiedlich deutlich aufglösten DoppelbalkenauflsungIn dieser Grafik, sind mehrere Linienpaare abgebildet, in der oberen Reihe sind die Linien sauber voneinander getrennt, in der unteren nicht, sie erscheinen unscharf. Je näher sich die Linien kommen, desto geringer wird der trennende weiße Bereich. Ein Objektiv mit hoher Auflösung ist in der Lage (bis zu zweihundert Linienpaare pro Millimeter oder lp/mm) sauber zu trennen. Ein weniger gut auflösendes, würde ein Negativ entsprechend der unteren Reihe erzeugen.
Wenn Du die entstandenen Negative so stark vergrößerst, das die Linienpaare für uns wieder erkennbar werden), wird aus zwei schmalen, rasch eine unscharfe breite Linie, weil der trennende weiße Zwischenraum unscharf und zugelaufen ist. Es stellt sich deshalb (noch einmal) die Frage: Wann ist ein Bild scharf?

Kontrast (durch Auflösung, nicht Helligkeit!)

Das Kontrastverhalten eines Objektivs wird durch Messungen mit Testbildern mit 5-10 lp/mm ermittelt. Schon kleine Unterschiede (ab etwa 2,5%!!) werden wahrgenommen. Man kann sich deshalb den Kontrast auch als eine Art Grund-„Schärfe“ vorstellen.

Auflösung-/ Schärfeleistungsmessungen

beginnen bei 10 lp/mm. Bei 40lp/mm zeigt sich wie gut ein Objektiv in der Lage ist, feine Strukturen, wie etwa Haare, darzustellen. Dabei können allerdings sogar Unterschiede von etwa 10% durch unsere Augen überhaupt nicht erkannt werden!
Aus diesem Grunde kann ein Objektiv mit guter Kontrastleistung aber geringerer Auflösung „schärfer“ erscheinen als ein Objektiv mit hoher Schärfe aber geringerem Kontrast.
  • Zum einen erkennen wir Unterschiede im Kontrast viel besser und außerdem erscheinen
  • ausgewaschene Farben (durch unsaubere Trennung einzelner verschieden farbiger Farbflächen) immer unscharf.
Allerdings ist das Empfinden von Schärfe im Bild, wie auch im Essen, immer vom Betrachter abhängig, letztendlich subjektiv und damit stark Geschmackssache.
Mancher Betrachter mag knackig scharfe Bilder, ein anderer kann auf ein wenig Schärfe verzichten, wenn dafür die Farbwiedergabe besser ist. Und letztendlich kommt es immer auf das Motiv an, ob 100% Schärfe im Bild überhaupt notwendig,  ja überhaupt gewünscht ist. 100% scharfe Protraitaufnahmen sind nicht immer gerade schmeichelhaft....

Damit kommen wir zur Schärfentiefe, dem nächsten Abschnitt dieses Kapitels.

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 19. Mai 2010 um 20:47 Uhr  

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