Eigentlich sind wir eine ganz normale Familie. Dachten wir (Thomas, 41 und Anja, 39 Jahre) jedenfalls bis zu Beginn 2006. Aber dann kam alles anders. Bis dahin hatten wir drei Kinder, Lutz (1996), Leon (1999) und Charlotte (2003), ein kleines altes Bauernhäuschen, zwei sichere Jobs (Thomas Soldat, Anja Sozialarbeiterin) und ein Au-pair zur Betreuung der Kinder. Unsere Autos waren alt, aber bezahlt. Unser Haus gerade so groß, dass es mit 120 m² für eine fünfköpfige Familie mit Au-pair ausreichte. Alles war gut!
2006 ging es dann schon zu Jahresbeginn richtig los. Das erste Auto ging kaputt, das Zweite ließ nicht lange auf sich warten, dann die Spülmaschine, … aber wir lassen uns so schnell nicht unterkriegen!
Bereits im Juni fingen die Probleme an. Anja musste wegen drohender Frühgeburt liegen und danach für 14 Tage ins Krankenhaus. Wieder zu Hause stellte sich heraus, dass mit dem Kind irgendetwas nicht in Ordnung war. Es wurde ein Verdacht auf Dysplasie oder Glasknochen geäußert. Das war der nächste Schock. Wir waren entsetzt, als man uns über die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruches aufklärte.
Anfang September ging es dann für 3 Monate ins Krankenhaus (drohende Frühgeburt), wo Mitte November in der 34. SSW unser Sohn Joshua geboren wurde. Er ist von Osteogenesis Imperfecta (OI, Glasknochen) betroffen und kam mit stark verkrümmten Beinen aufgrund mehrfacher beiderseitiger Knochenbrüche zur Welt.
Seit Anfang Dezember 2006 ist unsere Familie nun komplett und alles läuft wieder „ganz normal“. Charlotte besucht den Kindergarten, Lutz und Leon die Schule, Thomas macht seinen Dienst bei der Bundeswehr, Anja ging vorübergehend in Elternzeit. Nur das Au-pair musste nach Hause fahren, weil kein Platz mehr im Haus war.
Der Kindergartenplatz für Joshua wurde beantragt, nach langen und mühseligen Diskussionen bewilligt und er hat viel Freude (Freunde ) dort. Widersprüche sind geschrieben, Termine für Kliniken, OP und Therapien vereinbart und der Versuch die drei Großen dabei nicht zu vergessen war meistens erfolgreich.
Charlotte besucht seit Sommer die Grundschule, Leon wechselte auf das Gymnasium nach Daun, wo Lutz sich bereits gut eingelebt hat. Thomas schiebt weiter seinen Dienst beim Bund und ich habe meine Elternzeit beendet und freue mich wieder im Job zu sein. Die Tage hatten und haben fast immer 12 Stunden zu wenig, um alles Notwendige zu erledigen.
Mittlerweile haben wir, dank der Kameradschaftshilfe des Soldatenhilfswerks eine ausreichend große neunsitzige Familienkutsche und der 10 Jahre alte "Kleintransporter" ist, dank der "Abwrackprämie", gegen einen neuen, gebrauchten Kleinwagen ausgetauscht worden, bevor beim TÜV erheblicher Reparaturbedarf aufgezeigt werden konnte.
Nun soweit zu Beginn unserer Homepage. Was sonst noch alles geschehen ist und geschehen wird, könnt ihr hier mit der Zeit nachlesen.



